Galerie Nagel Draxler

Stephan Dillemuth "Der deutsche Jüngling"

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Am ArendseeAusstellungsansichtCannibalise the wreckageCharles Eames für VegetarierDas Bürgertum sahDie emblematische Geschlossenheit der AussageDiverse Ketzer- und NeckereienErster freideutscher JugendparkGrasbrüder im Fleisch der SonneInstallationsansichtInstallationsansicht (Cannibalise, Vogelbauer, Geschlossenheit der Aussage)Installationsansicht (Eames, Grasbrüder, Other)Installationsansicht (Grasbrüder, 90er, Eames, Other)Installationsansicht (Grasbrüder, The OTHER)Installationsansicht (Jugendpark, schwarzes Quadrat, neues Kind)Installationsansicht (The Other, Charles Eames für Vegetarier)Installationsansicht (Vogelbauer, Cannibalise)InstallationsansichtInstallationsansichttIntallationsansicht (Reformkathedrale, Neues Kind, Duncan)My Life as Isadora DuncanPlakatmaker & KocoThe OTHER1stephan-dillemuth03

Pressetext

DER DEUTSCHE JÜNGLING
ReformUTOPIE im Sumpf der Sonne
Ein Bilderbogen in 10 Abteilungen

Um die Jahrhundertwende entstanden verschiedene Gruppierungen, die unter dem Begriff “Lebensreformen” zusammengefasst werden. Die teilweise utopischen, revolutionären, reaktionären und reformerischen Ansätze bezeichnen unterschiedlichste Ausbruchsversuche aus dem damaligen Empire, dem nationalen, kapitalistischen und monolithischen wilhelminischen Reich.

Im Hinblick auf die Entwicklungen der “Vielheiten” von parallelen Lebensentwürfen waren die Lebensreformbewegungen sicherlich Vorläufer der heutigen Identitäts- und Gruppenkonstruktionen durch Lifestyle-Entwürfe.

Damals jedoch haben einige dieser Ansätze dem entstehenden Nationalsozialismus seine “metaphysische Tiefe” gegeben. Andere Gruppierungen wurden in der Gesellschaft des “Dritten Reiches” dagegen verfolgt, inkorporiert oder gleichgeschaltet und so wieder eine monolithische Homogenität erzeugt.

Die Azusstellung, die Stephan Dillemuth zu diesem Themenkreis entwerfen wollte , muss an der Komplexität des Themas notgedrungen scheitern. Man sieht es auch schon an seinem Plakat zur Werkleitzbiennale in diesem Sommer, dass sich die übergeordnete Fülle der Bilder nicht bezähmen lässt, und unter Umständen nur zu einem beliebigen Muster verrinnt.

Anstatt uns also ein fertiges Produkt zu präsentieren, will uns Dillemuth in zehn “Abtheilungen” mit verschiedenen Fragmenten und Problemenkreisen konfrontieren.

Das klingt nach Fitnessparcours, Kreuzwegstationen, Hindernisrennen…und die Moritat von der Geschicht’…?