Galerie Nagel Draxler

Till Krause "Till Krause"

Eröffnung: 10. November 2006, 19-22 Uhr
Opening: November 10th, 2006, 7-10 pm

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Till Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon VogelTill Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon VogelTill Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon VogelTill Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon VogelTill Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon VogelTill Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon VogelTill Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon VogelTill Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon VogelTill Krause
Installationsansicht, 2006
Galerie Christian Nagel, Berlin

Photo: Simon Vogel

Pressetext

In seiner Einzelausstellung in der Galerie Christian Nagel zeigt Till Krause acht große Fotografien mit ein und demselben Motiv und dem Titel: Ein Moment einer Bewegung
von S nach N wird von einem Mann in den Farben der Malawi Congress Party betrachtet.
Die Aufnahme entstand auf einer einjährigen Reise von Südafrika nach Nordeuropa, die Till Krause für das Projekt „persönlicher Weltatlas“ unternahm. Konzipiert wurde dieses Projekt von ihm und der Hamburger Galerie für Landschaftskunst, einem Künstlerkollektiv, das schon seit Jahren unterschiedliche Künstlerkartierungen realisiert, in denen es darum geht, mit verschiedenen Ansätzen, Auseinandersetzungen mit dem öffentlichen Raum zu erproben. War es beispielsweise in „Hamburg Kartierung“ ein rein ortspezifischer Ansatz, werden nun vergleichbare Verfahren in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Mark Dion, Matt Mullican, Lenka Clayton, Bob Braine oder Daniel Maier-Reimer auf den gesamten Globus übertragen.
Das Kartieren einer Landschaft kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Till Krause entschied sich für ein präzises und detailliertes Arbeiten und wählte als Werkzeug ein Fahrrad, das ihm die langsame Fahrt durch die Landschaft ermöglichte.
Jede Bewegungsart, so auch das Reisen, ist eine eigene Methode im Kartierungsprozess, um zu speziellen Erfahrungen und Beobachtungen zu kommen. So näherte sich Till Krause in einem anderen Projekt dem Stadtraum Beirut durch Essen an. Zehn Tage folgte er unterschiedlichen Routen durch die Stadt und aß in all den Straßenimbissen, Restaurants und Cafes, auf die er stieß. Die präzise aufgelisteten Orte mit den jeweiligen Uhrzeiten erlauben eine ungewöhnliche Sicht auf Beirut und sind gleichzeitig das Zeugnis einer persönlichen Raumerfahrung des Künstlers, die jedoch auf das Allgemeinste und Banalste reduziert ist: eine Auflistung.
Was bleibt nun von Till Krauses Reise von Süden nach Norden übrig? Was kann letztlich gezeigt werden? Till Krause durchforstete sein Material und wählte achtmal ein und dasselbe Foto aus. Es bleibt ein Bild, ein punktuelles Ereignis festgehalten auf einer Fotografie, eine kurze Formulierung, die in ihrer Wiederholung zu der Idee einer ganzen Reise wird: Ein Moment einer Bewegung von S nach N, der von einem Mann in den Farben der Malawi Congress Party betrachtet wird.

Till Krause ist 1965 geboren und lebt und arbeitet in Hamburg.