Galerie Nagel Draxler

Cornelius Quabeck "Tiere lesen, Menschen essen"

Dumont-Carré / Parterre
Breite Str. 80/90
50667 Köln

Öffnungszeiten: Mi – Sa 12-19 Uhr

sneak preview
Cornelius Quabeck
"Tiere lesen, Menschen essen", 2013
Installationsansicht
Galerie Nagel Draxler, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Tiere lesen, Menschen essen", 2013
Installationsansicht
Galerie Nagel Draxler, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Tiere lesen, Menschen essen", 2013
Installationsansicht
Galerie Nagel Draxler, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Tiere lesen, Menschen essen", 2013
Installationsansicht
Galerie Nagel Draxler, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Tiere lesen, Menschen essen", 2013
Installationsansicht
Galerie Nagel Draxler, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Tiere lesen, Menschen essen", 2013
Installationsansicht
Galerie Nagel Draxler, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Tiere lesen, Menschen essen", 2013
Installationsansicht
Galerie Nagel Draxler, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Tiere lesen, Menschen essen", 2013
Installationsansicht
Galerie Nagel Draxler, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Big Jackass reading fiction", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
170 x 130 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"åne longue", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 110 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Final Times Zwei", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 130 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Was man alles essen kann", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Spitting Image", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Domestic Goddess", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Bunny Bacon", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Café passé", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"The hang of things", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Leisure", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Deer Reader", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Rennie räumt den Laden auf", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Keeping it real", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Queen of Cuisine", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"The knack of things", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Schönebeck", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Nice ass", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Two rabbits ate my abstract (stupid excuse)", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"Hasenleim?", 2013
Acryl und Tusche auf Leinwand
110 x 80 cm

Photo: Simon Vogel

Pressetext

“Etwas Besseres als den Tod findest du überall.”

 Das Märchen Die Bremer Stadtmusikanten erzählt von vier Tieren (Hahn, Katze, Hund und Esel), die ihren Besitzern infolge ihres Alters nicht mehr nützlich sind und daher getötet werden sollen. Es gelingt den Tieren zu entkommen, worauf sie sich zufällig treffen. Alle folgen dem Vorschlag des Esels, in Bremen Stadtmusikanten zu werden.

Cornelius Quabecks neue Ausstellung liegt die Suche nach einer Ikonographie der Gegenwart zugrunde. In Zeiten immer schneller wechselnder Protagonisten, die die uns in tausend Screens und Formaten umgebenden Kommunikationsmedien bevölkern, wird dies jedoch obsolet. Das alte Wahrnehmungsmodel “linear”, das eine zeitliche Dimension bezeichnet, in der sich Ikonographien überhaupt erst bilden könnten, ist längst einer durch verschachtelte und beschleunigte Bildströme geschulten Dauersynchronität aller Sende- und Wahrnehmungskanäle gewichen. Gemalte Bilder, zumal gegenständliche, erscheinen “alt” und “lahm”, wie die Bremer Stadtmusikanten. Statt sich jedoch töten zu lassen, entwickeln die Tiere eine Eigeninitiative und tun sich zusammen – und so ähnlich könnte man es Quabecks Bildergruppe auch unterstellen. Er malt mit menschlichen Attributen und Haltungen versehene Esel, Hunde, Hasen und Schafe (nachdenkend, lesend, in Gedanken), sowie Portraits von Fernsehköchen und -köchinnen, flach und direkt vom Bildschirm.

Der Ausstellungtitel “Tiere lesen, Menschen essen” ist eine Überschneidung aus “Tiere essen”, dem erfolgreichen Sachbuch von Jonathan Safran Foer, in dem er nach einer ethisch optimierten Form der Ernährung sucht,und einer Gegenüberstellung/Rekombination von Mensch und Tier, nur dass Quabeck den Tieren in den Bildern etwas mehr zutrauen wollte als den Menschen, eine Zukunft als Hybriden, denn als Topfgericht. Eine Utopie findet hier Ausdruck, nicht unbedingt als Paraphrase auf gesellschaftliche Umbrüche, sondern eine, die den Blick aufs (menschlich) Gesellschaftliche von seinem Anderen (hier den Tieren) her inszeniert. Die Bilder haben dabei ein Eigenleben. Sie sind auf widerspenstige Weise einfach. Stilleben und Fabelwesen – das Ende der linear erzählten Bilder als das Ende aller Erzählungen reversierend, denn: etwas Besseres als den Tod, finden sie überall.