Galerie Nagel Draxler

Milena Büsch / Timothy Furey / Dana Munro "THE CAGE, curated by Mark von Schlegell"

Reisebürogalerie
Diko Reisen
Komödienstr. 48
50667 Köln

"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel
"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon Vogel"THE CAGE", 2013
Installationsansicht
Reisebürogalerie, Köln

Photo: Simon VogelMilena Büsch
"Malerei #5", 2013
Vogelkäfig, Leinwand
50 x 44 x 26 cmMilena Büsch
"Malerei #5", 2013
Vogelkäfig, Leinwand
50 x 44 x 26 cmMilena Büsch
"Malerei #7", 2013
Vogelkäfig, Leinwand
70 x 60 x 35 cmMilena Büsch
"Malerei #9", 2013
Vogelkäfig, Leinwand
83 x 95 x 50 cmTimothy Furey
"Going Nowhere Fast I", 2013
Digitalprint, Holografische Filmplatte
195 x 100 cmDana Munro
"Dolly Prop Window with Dolly 7", 2013
Filmrequisite, Holz: ca. 150 x 100 cm
C-Print: 30,5 x 40 cmDana Munro
"Dolly Prop Window with Dolly 7", 2013
Filmrequisite, Holz: ca. 150 x 100 cm
C-Print: 30,5 x 40 cmDana Munro
"Dolly Prop Window with Dolly 7", 2013
Filmrequisite, Holz: ca. 150 x 100 cm
C-Print: 30,5 x 40 cmDana Munro
"Doly Prop Door", 2013
Filmrequisiten, Rollwagen
200 x 110 x 49 cm

Pressetext

SIEBEN KÄFIGE

1. Anonymer Internetkommentar, 2011:

“Die gesamte Geschichte der modernen Kunst ist die Geschichte der so genannten ‘Künstler’, die sich an reiche Sammler und zweifelhafte Mäzene verkaufen. Frühe Modernisten verkauften an Luxusmarken, die ihre ‘trendige’ Kunst sponsorten (auch heute noch) um ihre eigenen ‘zeitlosen’ Produkte nicht langweilig und fad erscheinen zu lassen. Picasso verkaufte sich, als er zustimmte für die spanische Republikanische Regierung das propagandistische Werk Guernica zu malen; nicht aus Sympathie oder Empathie gegenüber den Opfern – sondern für Geld. Die abstrakten Expressionisten verkauften an reiche Sammler und die CIA, um im Gegenzug Ruhm und Reichtum zu erlangen. Der reiche New Yorker Taxi-Mogul Robert Skull erschaffte mehr oder weniger alleine einen aufgeblähten Markt für zeitgenössische Kunst, indem er absichtlich kaufte und so die Preise und das gute Ansehen von Künstlern wie Rauschenberg oder Warhol manipulierte. Heutige zeitgenössische, ‘hochsinnige’ Modernisten verkaufen an Ölbarone und Oligarchen. Sie sind die Haustiere, die Köter, die unterwürfigen Schoßhündchen (auch wenn sie dann und wann ungezogen sind und auf das Eisbärenfell kotzen) der 0,001 % der Bevölkerung, die als nichts anderes überleben würden als eine obskure Sekte, besäßen sie nicht das Geld und das Prestige, welches mit diesem Geld erkauft wird. Es gibt kein ‘Erziehungsprogramm’ für zeitgenössische Kunst; nur Propaganda.”

2. Henry James, “In the Cage”, 1898:

“Sie verrichtete letzte Dinge oder tat so als ob; im Käfig zu sein bedeutete plötzlich in Sicherheit zu sein und sie hatte buchstäblich Angst vor ihrem anderen Selbst, das vielleicht draußen warten würde. Er würde vielleicht warten; er war ihr anderes Ich, vor dem sie sich fürchtete.”

3. “Friend of the Devil”, 10. Mai 2013:

“Von außen betrachtet kommt der angenehme Käfig, in dem sich der konzeptuelle Maler bevorzugt ‘nicht ganz’ präsentiert einer Art Verweigerung gleich, die gepflastert ist mit Zweifeln und Bitterkeit,so tief wie eine Stadt.”

4. “Sebastapolis”, 2012

“Ich dachte immer, ich würde mich all diesem widersetzen. Aber hier in meinem Käfig bin ich gezwungen das Konzept selbst, das Konzept des Widerstands zu hinterfragen — die Idee, Dinge zu begehren, die ihre eigene Verneinung beinhalten.”

5. Sundogz, Semiotext(e): 2013:

“Marina begann die Reise getrennt von den anderen Sklaven in einer eigenen Kiste in der Kabine des Kapitäns. Am Ende der Reise war es der Kapitän, der sich nackt in der Kiste befand, und draußen die vollkommen bekleidete Marina. ‘Möchtest du also deine Freiheit erkaufen?’ Der typische Mann. Er dachte noch immer, er sei sein eigener Herr, während seine Matrosen ihn auf ihren Wunsch hinaustrugen.

7. “The Petherick Interregnum”, Joshua Petherick, 2013:

“Die Katze versuchte natürlich immer eine Schwachstelle in ihrem Käfig zu finden. Nach einer geglückten Flucht, würde sie sich ohne Zweifel einer mystischen Widerkehr verschreiben. So ist das Leben einer Bestie.”

8. W. B. Yeats, “The Wild Swans at Coole”, 1919:

Niemals werde ich in einer Schublade landen
noch in einem Käfig, noch mit gebundenen Händen.
Ich habe nun gelernt stolz zu sein
Schwebend über dem Wald
Im gebrochenen Nebel
einer taumelnden Wolke.

Mark von Schlegell, Köln, 2013.