Galerie Nagel Draxler

Cornelius Quabeck "School’s Out!"

Cornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
Installationsansicht
Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon Vogel
Cornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
Installationsansicht
Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

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"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
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Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon VogelCornelius Quabeck
"School's Out!", 2010
Installationsansicht
Galerie Christian Nagel, Köln

Photo: Simon Vogel

Pressetext

“Ja sind denn schon Sommerferien?”

Der Ausstellungstitel “School’s Out!” bezieht sich auf den Song von Schockrocker Alice Cooper aus dem Jahre 1972, ein Lied über den unmittelbaren Moment bevor es Sommerferien gibt, wobei es am Ende des Lieds fragwürdig ist, ob es jemals wieder eine Schule geben wird.
Schnell ist vergessen, was man mühsam über Jahre erlernt hat, aber:
Kann man Kunst lernen?
Malerei hat immer wieder Schulen erfunden, egal ob man an den Rhein nach Düsseldorf, Paris, New York und den Hudson Revier hinauf oder nach Leipzig schaut. Man könnte meinen, das Wort “Schule” sei Vokabular der Rezeption, sei nötig um zu gruppieren und zu benennen, wenn mehrere Künstler scheinbar ähnliche Ziele verfolgen. Es dient als Krücke für Beobachtungen, die den Wunsch beinhaltet Kunst zu messen, zu bündeln und zu relativieren.
In dieser Ausstellung geht es, wie der Titel schon sagt, um das Gegenteil von Schule, denn diese Schule ist zumindest für den Sommer geschlossen und was bleibt, das ist in diesem Fall die künstlerische Freiheit. Die Diskussion zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei hat einen Bart von ZZ Top Format, den ich hier nicht noch länger ondulieren will. Alle dialektischen Paare haben sich für ein paar neue Bilder getrennt. Als Grund für die Trennung wird Beziehungsstress genannt. Jedes zweite Wochenende beim abstrakten Vater, unter der Woche bei der gegenständlichen Mutter oder auch genau andersrum, welches Bild hält das aus? Bei der Malerei in dieser Ausstellung erscheint beides, weil es ist eine Form von Freiheit ist, wenn man das, was geschieht, nicht sofort benennen, erklären und unter Kontrolle bringen will.
Die innere Sicherheit ergibt sich durch das Material, seine Verarbeitung und die Handschrift des “man-made” das gerade der Malerei mit Pinsel und Farbe nun schon länger anhaftet. Da? Bilder mehr sind als Spiegel, daß jede aufgespannte Leinwand durchaus auch Objekt ist, das zeigt sich in der Präsentation der Werke im Galerieraum.
Soweit zur Malerei in Worten.
Was mir aktuell zu Alice Cooper noch einfällt, ist die Frage, warum er, der im Nebenberuf auch Retter des Hollywood Schilds a.D. ist, sich nach über vierzig Jahren Weltkarriere mit Millionen verkaufter Schallplatten dazu entscheidet, für eine Medienramschhauskette in Deutschland zu werben?
Eine mögliche Antwort:
Auch Rocker machen mal Fehler, sonst gäbe es keine “School of Rock”.
Wir sehen uns am Montag nach den Ferien, Alice!

Cornelius Quabeck im Mai 2010