Galerie Nagel Draxler

Kalin Lindena "Find Dich Licht"

Eröffnung: Freitag, 27. Februar 2004, 19-22 Uhr

Kalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon Vogel
Kalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon VogelKalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon VogelKalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon VogelKalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon VogelKalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon VogelKalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon VogelKalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon VogelKalin Lindena
"Find Dich Licht", 2004
Galerie Christian Nagel. Köln

Photo: Simon Vogel

Pressetext

KALIN LINDENA

Find Dich Licht

Kalin Lindenas (geb. 1977) Ausstellung “Find Dich Licht” könnte man als Malerei-Installation beschreiben, als eine Art Zeichnung, die auf den Raum übergreift. Lindena arbeitet mit unterschiedlichsten Techniken und Materialien wie Pergamin und Glas, Collagen, mit Beize bearbeiteten Stoffe oder filigranen Buntstiftzeichnungen. Mit der Konzentration auf Transparenz und die Dichte der Farbe, Oberflächenstrukturen, Reflexionen inszeniert sie das Licht.

Die einzelnen Arbeiten und Bilder greifen Arbeitsweisen oder Stilelemente auf, die für die Hobby- und Handwerkskultur der 70er und 80er Jahre typisch sind zum Beispiel Batik und Origami, Schattenspiele und schmale Mondsicheln aus Harlekin Postern. Besonders in den mit Beize gefertigten Bildern wird deutlich, dass Lindena eine Gratwanderung zwischen der Möglichkeit des Kontrollverlusts und nahezu graphischen Lösungen oder streng geordneten Rauminstallationen betreibt. So strukturiert ein Filzbanner mit einer komplex gefalteten Pergaminstruktur zwei Arbeiten, in denen der freie Farbverlauf der Beize, einen graphischen Widerpart in einem feinen Blumenmuster findet. Es ist ein Spiel mit der Erwartung des Betrachters, von dem Lindena sagt, dass sie ihm immer dann wieder etwas nehmen will, wenn er meint, sicher über das zu sein, was da ist.

Auf einer malerischen Ebene ist dabei ein Bezug zum Abstrakten Expressionismus zu spüren, gemischt mit einer wie selbstverständlich verwendeten Sampletechnik, in der zahlreiche persönliche Bezüge wie kulturelle Zitate verarbeitet werden. In einem Torbogen aus tapezierten Zeitungen ersetzt Lindena Zeitungsabbildungen durch persönliche Bilder wie Photos, Zeichnungen von Freunden und anderen Künstlern, mit denen die Künstlerin je eine eigene Geschichte verbindet. In diesem Torbogen tauchen immer wieder Schattenrisse von Händen auf. Ein Motiv, das man auch schon auf der Einladungskarte findet, wo die Hände wie Flügel ausgebreitet sind. Auch eine Bodenarbeit zeigt eine geschlossene Faust aus Glas- und Spiegelscherben. Die Schattenhände entsprechen der Art von Lindenas Eingriffen im Raum. Ihre Arbeit entspringt einer bestimmten Art, den Lebensraum zu lesen wie ein Buch, und das Wahrgenommene in einen Prozess des Schreibens und Notierens zu transformieren. In einer Arbeit auf knitterndem Pergamin verdichten sich dann auch tatsächlich geschriebene Worte, Tags und Signaturen zu pastosen, reflektierenden Flächen.

Die Künstlerin bedankt sich herzlich bei Hanna, Ali Müller, PQool, Daniel Müller-Friedrichsen, Michaela Eichwald, TMS, Walter Dahn, Friedrich Kunath, Dirk Bell, Matze Kober, UZI und ihrer Familie.