Galerie Nagel Draxler

Heimo Zobernig "Alte Sachen"

Eröffnung: Freitag, 20. April 2010, 18-22 Uhr
Ausstellung: 1. Mai – 1. Juni 2010

Heimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
Installationsansicht
Galerie Christian Nagel, Berlin
Heimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, BerlinHeimo Zobernig
"Alte Sachen", 2010
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Galerie Christian Nagel, Berlin

Pressetext

Das 20 Jährige Bestehen der Galerie Christian Nagel nimmt Heimo Zobernig zum Anlass, eine Auswahl von Bildern und Skulpturen aus drei Dekaden zu zeigen, gewissermaßen retrospektiv.

Dazu hat er die Künstlerin Jakob Lena Knebl eingeladen, die zusammen mit dem Wiener Designer Markus Hausleitner („House of the very Islands clubdivision middlesex klassenkampf, but the question is where are you now?“) aus Anzügen, die Zobernig in den 90er Jahren getragen hat, eine Kollektion erarbeitete.

Heimo Zobernig:

Die reduzierte Formensprache Heimo Zobernigs erinnert auf den ersten Blick an die Sachlichkeit minimalistischer Werke der 60er Jahre. Programmatisch hat die Minimal Art auf jegliche Titelgebung verzichtet. Diese Praxis greift Zobernig auf. Alle seine Arbeiten tragen die Bezeichnung Ohne Titel. Zobernig (Jahrgang 1958) setzte in den frühen 80er Jahren bei den nach der Moderne verbliebenen Möglichkeiten der geometrischen Abstraktion an. Zwischen Autonomie und Funktionalität fächern seine Arbeiten die zeitgenössischen Bedingungen der Produktion und Rezeption von Kunst auf und setzen sich produktiv mit den entsprechenden Traditionen des 20. Jahrhunderts auseinander: mit den „russischen Konstruktivisten“, der niederländischen „De Stijl-Bewegung“, oder den „Züricher Konkreten“.

Dem in der Kunst bis heute immer wieder aufflackernden Hunger nach mythenschwangeren Bildern steht bei Zobernig eine, wie er selbst sagt, „ziemlich nüchterne, transzendenzlose Sicht auf die Welt“ entgegen. Dies findet u.a. Ausdruck in den „lapidaren“ Materialien, wie Pappe, Sperrholz oder Styropor, die er für seine Skulpturen verwendet.

Zobernig richtete Räume sozialer Interaktion ein, wie etwa den Eingangsbereich des Münchner Kunstvereins, die für Vorträge und Diskussionen vorgesehene Halle der documenta X in Kassel oder die “Kunstlobby” in der Eingangshalle Ost der Leipziger Messe. Für die im Umbau befindliche Kölner Nord-Südbahn gestaltet er die Station „Rathaus“.

Jakob Lena Knebl / Markus Hausleitner:

Jakob Lena Knebl wurde 1970 als Martina Egger geboren und wuchs in Baden bei Wien auf. Sie brach die Schule ab und pflegte neun Jahre lang alte Menschen. Danach studierte sie/er an der Universität für angewandte Kunst bei Prof. Raf Simons Modedesign und dann bei Heimo Zobernig Textuelle Bildhauerei.

Ihren Kunst- und Modeentwürfe liegen queere Idenstitätskonzepte zugrunde, die eindeutige Zuschreibungen verweigern und die gesellschaftlich vereinbarten Grenzen von Diskretion und Ausschluss in Frage stellen.

Markus Hausleitner ist Designer und Gründer des labels „house of the very islands clubdivision middlesex klassenkampf, but the question is where are you now?“.

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On the occasion of the 20th anniversary of Christian Nagel Gallery Heimo Zobernig shows a „retrospective“ of paintings and sculptures of the last three decades.

He also invited the artist Jakob Lena Knebl who, together with Vienna Designer Markus Hausleitner („house of the very islands clubdivision middlesex klassenkampf, but the question is where are you now?“), redesigned a number of suits that Zobernig wore during the 90ies. On the evening of the opening these suits will be presented in a fashion show at the gallery.

Heimo Zobernig:

At first sight Heimo Zobernig’s reduced vocabulary reminds of the objectivity of Minimalism. Programmatically the Minimal Art artists avoided to entitle their works. Zobernig adopted this practice. All his works have the indication ‘Ohne Titel’ (‘No Title’). Zobernig started in the early eighties at remaining postmodern possibilities of geometric abstraction. Between autonomy and functionality his works show the contemporary conditions and perceptions of art. Thus they deal with the traditions of the 20th century: with the Russian Constructivism, the Dutch De Stijl movement, or the ‘Züricher Konkreten’.

Zobernig’s art follows a sober, non-transcendental sight of the world, contrary to the pursuit of an art full of myth. For this reason Zobernig uses for his sculptures material like cardboard, ply wood or Styrofoam.

Zobernig equipped rooms for social interaction, like the foyer of the Münchner Kunstverein, the hall of documenta X in Kassel or the ‘Kunstlobby’ in the foyer of the Leipziger Messe. For the subway in Cologne he designed the ‘Rathaus’-station.

Jakob Lena Knebl / Markus Hausleitner:

Jakob Lena Knebl was born as Martina Egger in 1970 and grew up in Baden near Vienna. She dropped out of school and worked as an elderly care nurse for nine years. Then she studied fashion design at the Universität für angewandte Kunst in the class of Prof. Raf Simons, thereafter Textuelle Bildhauerei in the class of Heimo Zobernig.

Her art- and fashion design is based on queer concepts of identity, which doesn’t allow explicit attributions and questions the boarders of discretion, as well as of exclusion.

Markus Hausleitner is designer and founder of the label „house of the very islands clubdivision middlesex klassenkampf, but the question is where are you now?“.